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APB installiert Sensornetz zur Messung der Luftverschmutzung in ihren Häfen

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Palma, 30/09/2019

Die Hafenbehörde der Balearen (APB) hat die Installation von 25 Luftqualitätsmessstationen in den von ihr verwalteten fünf Häfen von allgemeinem Interesse abgeschlossen. Diese messen den Gas- und Partikelausstoß in die Atmosphäre und die Lärmentwicklung in den Häfen Palma, Alcúdia, Maó, Eivissa und La Savina, um die Umweltauswirkungen der Hafentätigkeit auf die Luft zu untersuchen.

Das als SmartSensPORT bekannte Netz entspringt einer Vereinbarung zwischen der APB und der Universität der Balearen (UIB), derzufolge die Fundació Universitat Empresa die technische Studie für die Installation dieser Messgeräte in den Häfen durchgeführt hat. Ziel ist es, die gewonnenen Daten zu analysieren und den Zusammenhang zwischen der Hafenaktivität und der Umweltverschmutzung in der Gegend durch die temporäre Überwachung von Lärmpegel, Partikel- und Gaskonzentration zu bewerten.

Die durch diese Sensoren erzielten Informationen werden an ein auf www.portsdebalears.com veröffentlichtes Bedienfeld gesendet, das sich stündlich aktualisiert und die Durchschnittswerte der Parameter in jedem der Häfen darstellt, welche die 25 Stationen in den Häfen von allgemeinem Interesse sammeln. Die Bewertung der Luftqualität folgt den gleichen Kriterien, die die balearische Regierung auch für die Referenzstationen in der Autonomen Region festlegt, und wird dem Benutzer anhand der Noten „ausgezeichnet“, „gut“, „durchschnittlich“ oder „schlecht“ präsentiert.

Der Umweltbericht der ESPO (European Sea Ports Organisation) für 2018 zeigt, dass die Luftqualität für die europäischen Häfen nach wie vor oberste Priorität hat. In diesem Bewusstsein arbeitet die APB seit 2016 intensiv daran zu ermitteln, welche Luftqualität ihre Häfen aufweisen und wie sich die Hafenaktivitäten im Einklang mit der Umweltpolitik der APB gestalten lassen.

Eigentlich ist die Autonome Region der Balearen dafür zuständig, die Luftqualität zu beurteilen und die Einhaltung der im Königlichen Erlass 102/2011 festgelegten Grenzwerten zu kontrollieren (wozu sie über konventionelle Präzisionsstationen verfügt). Das von der APB mit diesem Projekt angestrebte Ziel besteht jedoch laut ihrem Leiter für Qualität, Umwelt, Innovation und CSR, Jorge Martin, darin, „die von den Sensoren gewonnenen Daten zu analysieren und eine Bewertung des qualitativen Zusammenhangs zwischen Hafentätigkeit und Umweltverschmutzung auf der Grundlage objektiver Daten und wissenschaftlicher Strenge vorzunehmen“.

Standort der Stationen

Die Einrichtung der Messstationen basiert dem technischen Bericht der Arbeitsgruppe Smart Destination der UIB vom September 2016. Allerdings wurden auch einige Änderungen gegenüber deren Vorschlag vorgenommen, sei es aufgrund physischer Änderungen an örtlichen Gegebenheiten während der letzten Jahre oder mit dem Ziel, die Formalitäten zur Installation der Stationen zu beschleunigen.

Nach einer ersten Piloteinrichtung von acht Messstationen im Jahr 2017 im Hafen Palma wurden in dieser neuen Phase nun noch sechs Messstationen im Hafen Eivissa, jeweils vier in den Häfen Maó und Alcúdia und drei in La Savina installiert, sodass es insgesamt 25 Stationen sind.

In Palma wurden die neuen Sensoren auf der Promenade des Westdocks, oben auf dem Leuchtturm von Portopí, auf dem Dach des Passagierhafens Nr. 3 der Paraires-Mole, in Can Barbarà, an der Strandpromenade, im Gebäude des Real Club Náutico de Palma, auf dem Dach der APB-Zentrale und in den Handelsmolen platziert. Im Hafen Ibiza wurden die Stationen auf dem Dach des Rathauses Eivissa in Dalt Vila, auf dem Dach eines Gebäudes in der Avenida de Santa Eulària, auf dem Dach des APB-Gebäudes, gegenüber des Jachthafens Botafoc Ibiza, auf der Botafoc-Mole und auf dem Botafoc-Dock installiert; im Hafen Maó befinden sich die vier Stationen im Callejón d’es Muret, auf der oberen Terrasse des Gesundheitszentrums Virgen del Toro, am Flottenstützpunkt und in Sa Colàrsega; im Hafen Alcúdia auf dem Dach des Passagierhafens, am Strand vor Alcudiamar, im Tourismusbüro des Rathauses Alcúdia und im städtischen Sportzentrum des Hafens Alcúdia (*); die drei Stationen im Hafens La Savina wiederum sind vor dem Gebäude der Fischergilde, auf dem Plaza de las Islas Pitiusas und auf dem Dock des Fischereihafenbeckens platziert.

Die Messstationen befinden sich in einer Höhe zwischen 5 Metern über dem Meeresspiegel (Can Barbarà in Palma und am Dock La Savina) und 45 Metern (Dalt Vila, auf Ibiza). Die meisten sind jedoch in fünfzehn bis dreißig Meter Höhe installiert. Ihre Standorte wurden anhand einer Schätzung der Ausbreitungsmodelle für die Gasemissionen der Schiffe, des topografischen Profils des Hafengebiets, der Dichte der Wohnbevölkerung nach kommunalen Standards und der Präsenz weiterer, nicht mit der APB verbundener Wetterstationen zur Messung der Verschmutzung bestimmt.

Deshalb wurden einige Stationen außerhalb des Servicebereichs des Hafens eingerichtet, wobei die Verteilung der Bevölkerung in den Einflussbereichen der Hafentätigkeit berücksichtigt wurde. Die Schadstoffwerte hätten nämlich eine erheblichere Wirkung, wenn die potenziell betroffene Bevölkerung größer wäre, „da es das Hauptziel ist zu ermitteln, inwieweit die Hafentätigkeit die nächstgelegene Bevölkerung betrifft“, so Jorge Martin.

Berücksichtigt wurden auch das Höhenprofil und die Höhe der hafennahen Gebäude, die als Barrieren gegen Schadstoffe oder Nachhall von Lärmbelästigungen wirken, sowie die vorherrschende atmosphärische Situation in jedem der Häfen, die für die Ausbreitung von Schadstoffen grundlegend ist.

Sensoren und Telekommunikation

Die 25 Messstationen verfügen über insgesamt 250 Sensoren, die alle 10 Minuten Daten übermitteln und den Grad der Verschmutzung und Partikel in der Atmosphäre, den Geräuschpegel und atmosphärische Variablen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck sowie die Windstärke und -richtung messen.

Jede dieser Stationen verfügt über Sensoren zur Messung von CO, NO2, O3, PM10 (**) und SO2 in Übereinstimmung mit den geltenden Vorschriften, den von den Behörden der Regionalregierung implementierten Messstrategien und der Typologie der auf den Schiffen vorhandenen Schadstoffen.

 

Jede Station ist über GPRS- oder 4G-Kommunikationsnetze mit dem Datenbankzentrum des Systems für Geografische Informationen (GIS) und Fernerkundung der UIB verbunden. Dort werden die vom SmartSensPORT-Netzwerk erzeugten Daten zusammengetragen und ermöglichen es, die Überwachungswerte zu verfolgen und Ergebnisse anhand von Vorhersagemodellen für die Ausbreitung und Auswirkung der Schadstoffe auf die angrenzenden Bereiche der Häfen zu erzielen.

Die Stationen sind mit Alarmen für jeden Parameter versehen, die aktiviert werden, sobald die in den geltenden Vorschriften festgelegten Schwellen- oder Höchstwerte für übermäßige Umweltbelastung oder Lärm überschritten werden. Das Endziel lautet, Berichte und Ampelindikatoren zu erstellen, um die jederzeit erforderlichen Aktivitäten und Maßnahmen schrittweise oder unmittelbar festzulegen.

Die Einrichtung des Systems zur Überwachung der Luftqualität und der Lärmbelastung in den APB-Häfen wurde für rund 445.000 Euro und eine zweijährige Vertragslaufzeit an das von Kunak-Labaqua gegründete Joint Venture vergeben.

 (*) Für diese letzten beiden Stationen stehen noch die Installationsgenehmigungen der Stadtverwaltung Alcúdia aus.

(**) Die PM10 können als die festen oder flüssigen Partikel von Staub, Asche, Ruß, Metallpartikeln, Zement oder Pollen definiert werden, die sich auf die Atmosphäre verteilen und deren Durchmesser zwischen 2,5 und 10 Mikron variiert (1 Mikrometer ist ein Tausendstel Millimeter).

 
 

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