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VON DER APB IN AUFTRAG GEGEBENE STUDIEN LIEFERN INFORMATIONEN ÜBER DIE MOBILITÄT DER PASSAGIERE DES KREUZFAHRTSCHIFFS SYMPHONY OF THE SEAS IM RAHMEN SEINES ZWISCHENSTOPPS IM HAFEN VON PALMA AM 23. JULI 2018

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Palma, 05/03/2019

Die Hafenbehörde der Balearen (APB) gab 2018 bei der Universitat de les Illes Balears (UIB) und einem Team von eigenen Fachkräften jeweils eine Studie in Auftrag, um zu ermitteln, in welchem Maß der Landgang von Kreuzfahrt-Passagieren entscheidend ist und zu einer Steigerung des im Stadtzentrum von Palma empfundenen Sättigungsgrads beiträgt.

Konkret handelt es sich um die „Mobilitätsanalyse in Palma anhand vom Netz SmartWifi gelieferter Daten“ durch das Team der UIB mit den Doktoren Bartomeu Alorda Ladaria, Vicente Ramos Mir und Maurici Ruiz Pérez, und auf der anderen Seite um die „Studie über das Anlegen der Symphony of the Seas in Palma”, die von der APB mit eigenen Mitteln durchgeführt wurde.

Die erste Studie stützt sich auf die Aufzeichnung von Geolokalisierungsdaten von Mobilgeräten, die vom Netz SmartWifi in Palma (ein kostenloses WLAN-Netz im Hafen und in Palma) geortet wurden. Diese Daten dienten dem Monitoring der Mobilität der Passagiere der Symphony of the Seas. Die zweite Studie berücksichtigt zum einen die Zahl der Passagiere, die von Bord und an Bord des Kreuzfahrtschiffs gingen, und zum anderen Befragungen der Passagiere, um in Erfahrung zu bringen, welchen Aktivitäten diese auf Mallorca nachgingen und welches Transportmittel sie wählten, um zum Ort der Aktivität zu gelangen. Beide Studien wurden anlässlich des Zwischenstopps im Hafen von Palma am Montag, den 23. Juli 2018, während des achtstündigen Aufenthalts durchgeführt: von acht Uhr morgens bis vier Uhr nachmittags.

Von den 6.413 Passagieren an Bord des bis dahin als Kreuzfahrtschiff mit der größten zulässigen Passagierzahl der Welt geltenden Schiffes gingen 5.271 an Land und 17,8% beschlossen, an Bord zu bleiben. Von den übrigen entschieden sich 51% der Touristen (3.280) für einen Besuch der Stadt Palma: 389 im Rahmen eines Ausflugs und 2.891 auf eigene Faust. Vom Rest entschieden sich 18% für ein anderes Ziel, während 13% beschlossen, einen organisierten Ausflug zu buchen (ohne Berücksichtigung der Stadttouren durch Palma). Diese Daten stammen aus der Befragung von 849 Passagieren, die beschlossen hatten, Mallorca auf eigene Faust zu erkunden, sowie aus den Zahlen, die von der Reederei hinsichtlich der Passagiere mitgeteilt wurden, die vor dem Zwischenstopp einen Ausflug gebucht hatten.

Obgleich das Kreuzfahrtschiff für seine Gäste eine Vielzahl an Aktivitäten auf Mallorca organisierte, bevorzugten die meisten Passagiere, die an Land gingen, die Insel selbständig zu erkunden. So fuhren den Befragten zufolge 71% dieser Besucher, die beschlossen hatten, auf eigene Faust loszuziehen, ins Zentrum von Palma, während 10% erklärten, andere Ziele besucht zu haben. Für die Kreuzfahrtgäste interessant waren auch der Strand von Palma (5%), das Castillo de Bellver (4%), der Strand von Palmanova (4%), das Einkaufszentrum Portopí (3%) und eine Tour mit dem Sightseeing-Bus (3%).

Öffentliche Verkehrsmittel

In Bezug auf öffentliche Verkehrsmittel erklärten 49% der Befragten, einen der Shuttle Busse benutzt zu haben, die das Schiff mit dem Stadtzentrum verbinden. 44% entschieden sich für ein Taxi als Transportmittel. An letzter Stelle erschienen weitere Optionen wie den Bus der Linie 1 der städtischen Verkehrsbetriebe EMT zu nehmen, zu Fuß zu gehen, die sogenannte Taxi Tour zu unternehmen, oder gar wesentlich originellere Optionen wie einen eigenen Bus zu mieten.

Geolokalisierung von Kreuzfahrt-Passagieren

In der von der UIB für denselben Montag, den 23. Juli, durchgeführten Studie wiederum sollte der Schwerpunkt auf der Mobilität der Passagiere des Kreuzfahrtschiffs Symphony of the Seas während ihres Aufenthalts in Palma liegen, da ihre Position anonym angezeigt werden konnte dank der Analyse der Geopositionsdaten, die das im Hafen und Zentrum von Palma installierte Netz SmartWifi zur Verfügung stellt, das seit 2016 sowohl von der APB als auch der Stadtverwaltung über die Stiftung Turismo Palma de Mallorca 365 genutzt wird.

In diesem Sinn wurde versucht, Gruppen von Geräten zu identifizieren, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Passagieren des Kreuzfahrtschiffs gehörten. Hierzu wurden Algorithmen programmiert, die berücksichtigten, dass das Mobilgerät des Kreuzfahrtschiff-Passagiers an jenem Tag bis dahin nicht geortet worden war, dass die Ortung in die Stunden fiel, in denen das Schiff im Hafen lag und dass die Geräte zu irgendeinem Zeitpunkt des Tages sowohl in der Stadt als auch am Hafen geortet wurden.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass 90,4% der vom Netz SmartWifi beobachteten Passagiere das Zentrum von Palma besuchten und dass 73,8% zu irgendeinem Zeitpunkt an der Strandpromenade registriert wurden. Aus der Mobilitätsanalyse geht nun hervor, dass das Verhältnis zwischen den Geräten, die angeblich zu Passagieren der Symphony of the Seas gehören, geortet an touristisch interessanten Orten, und der Gesamtzahl der in demselben Bereich georteten Geräte sehr niedrig ist.

So werden im Bereich der Kathedrale von Mallorca lediglich 2% der vom Netz SmartWifi in Palma erfassten Geräte von der Studie den Passagieren der Symphony of the Seas zugewiesen. In ähnlicher Weise werden 1% der an der Strandpromenade georteten Geräte diesen Kreuzfahrtschiff-Passagieren zugewiesen. Ihre Präsenz wird zudem in der Zeit kurz vor der Rückkehr an Bord geortet, woraus geschlossen wird, dass ihre Präsenz in diesem Bereich mit dem Rückweg von ihrer Stadtbesichtigung übereinstimmt. Weniger als 1% der Geräte schließlich wurden in der Calle Jaume III und am Plaza de España geortet.

Der Durchschnitt von stündlich an der Kathedrale georteten Passagieren ist vergleichbar mit dem Durchschnitt von Passagieren, die auf der Strandpromenade unterwegs sind, auch wenn die Stunden des stärksten Zulaufes voneinander abweichen. An der Kathedrale werden die Spitzenwerte um zwölf Uhr mittags erreicht und auf der Strandpromenade erst um ein Uhr. Diese Differenz könnte man auf die Rückkehr zum Schiff zurückführen, die von Passagieren unternommen wird, die vor dem eigentlichen Einchecken am Schiff sein wollen.

Dass die Calle Jaume III auch um ein Uhr mittags Höchstwerte aufweist, lässt die Forscher vermuten, dass diese auf Passagiere zurückgeht, die beschließen, nicht zum Essen auf das Schiff zurückzukehren und ihre Stadtbesichtigung auszudehnen. Andererseits lässt sich die höchste Passagierzahl auf dem Plaza de España um elf Uhr vormittags beobachten, was nahelegt, dass dies auf die Politik der Stadtverwaltung Palma zurückgeht, für die Busse von Kreuzfahrtschiffen unterschiedliche Parkplätze festzulegen. Folglich ist um diese Zeit entweder infolge der Anwendung dieser Politik oder wegen der Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln vom Hafen ins Stadtzentrum von Palma der stärkste Zulauf zu verzeichnen.

Gefühl der Übersättigung

Beide Dokumente beschränken sich darauf, die erhobenen objektiven Daten zu analysieren. Die Sättigung Palmas untersuchen sie nicht näher. Jedoch ermöglichen diese Informationen eine wesentlich präzisere Vorstellung davon, welcher reelle Prozentsatz der Gäste von jedem Kreuzfahrtschiff nach Palma kommt und zu welchen Uhrzeiten es zum größten Andrang kommt.

Die UIB gelangt zu der Schlussfolgerung, dass „sich diese Studie darauf beschränkt, an dem untersuchten Kreuzfahrtschiff eine vorgeschlagene Analysemethode und die erzielten Ergebnisse aufzuzeigen, sie jedoch das Gefühl der Übersättigung, das Palma genau an diesem Tag erlebt hat, nicht eingehend analysiert. Sie ist damit ein weiteres Mittel, um Fortschritte beim Management dieser Übersättigung zu machen“.

 
 

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