Die APB bekräftigt die technische Sorgfalt und Ausgewogenheit des Umbauprojekts für den Hafen von Palma

Bei dem heutigen Treffen mit ARCA wurden die strategischen Schwerpunkte erörtert und die technischen sowie betrieblichen Rahmenbedingungen festgelegt, die es zu gewährleisten gilt

Palma

31/03/2026
  • Umwelt und Verantwortung der Unternehmen
  • Hafen-Stadt
  • Verkehr und Infrastruktur

Die Hafenbehörde der Balearen (APB) hat heute ein weiteres Treffen mit ARCA abgehalten, um die strategischen Schwerpunkte des Umgestaltungsprojekts für den Hafen von Palma zu erläutern. An dem Treffen nahmen der Präsident der APB, Javier Sanz, sowie der Direktor, Toni Ginard, teil. Sie erläuterten den Vertretern von ARCA erneut, dass der 2024 vom Verwaltungsrat der Behörde genehmigte Ansatz für die Umgestaltung des Hafens auf technischer Sorgfalt, dem allgemeinen Interesse und der Verantwortung bei der Verwaltung einer für die Autonome Gemeinschaft strategisch wichtigen Infrastruktur basiert.

 

Die APB erklärte, dass das derzeit in der Entwicklung befindliche Projekt das Ergebnis eines vor zwei Jahren durchgeführten umfassenden und strukturierten partizipativen Prozesses ist. In dessen Rahmen wurden die Beiträge der Zivilgesellschaft, einschließlich derer von Organisationen wie ARCA oder dem Forum der Zivilgesellschaft (Foro de la Sociedad Civil), gesammelt und analysiert. Als Ergebnis dieses Prozesses wurden verschiedene Maßnahmen in die Projektplanung aufgenommen. Diese zielen auf die Verbesserung der Integration von Hafen und Stadt sowie auf die Rückgewinnung von Räumen für die Bürger ab. Beispiele hierfür sind das Projekt des Schifffahrtsmuseums, die städtische Segelschule, die Verlegung des Ausbildungszentrums für Seefahrt und Fischerei sowie die Wiederherstellung des historischen Charakters der Promenade und des Leuchtturms von La Riba.

 

Die APB hat jedoch daran erinnert, dass diese Forderungen mit dem ordnungsgemäßen Hafenbetrieb in Einklang gebracht werden müssen. In diesem Sinne und ergänzend zum partizipativen Prozess fanden zahlreiche Treffen mit allen an der Hafentätigkeit beteiligten Akteuren, insbesondere mit Reedereien und Zulieferbetrieben der Schiffsreparatur- und -ausrüstungsbranche, statt, um die technischen und betrieblichen Anforderungen, die den Hafenbetrieb gewährleisten, im Detail zu bewerten.

 

Als Ergebnis dieses Abgleich- und Analyseprozesses sieht das Projekt die Beibehaltung der drei derzeit erforderlichen Anlegeplätze vor. Damit sollen die Logistikkette der Balearen gesichert und die Versorgung sowie die Seeverbindung der Inseln gewährleistet werden. Zudem ist eine moderate Vergrößerung der Flächen für die Schiffsreparaturindustrie und die Werften geplant, um einen strategisch wichtigen Sektor zu stärken, der mehr als 5.000 direkte Arbeitsplätze schafft und als Motor für ein breites Netz lokaler kleiner und mittlerer Unternehmen fungiert.

 

In Bezug auf die von ARCA unterbreiteten Vorschläge zur technischen und betrieblichen Gestaltung betont die APB, dass diese im Rahmen der während der Planungsphase untersuchten Alternativen eingehend geprüft wurden. Sie wurden jedoch verworfen, da sie aus technischer Sicht nicht realisierbar sind und den aktuellen betrieblichen Anforderungen des Hafens und seiner Betreiber nicht gerecht werden.

 

Die Hafenbehörde betont, dass das Ziel des Projekts nicht darin besteht, einem einzigen Ansatz Vorrang einzuräumen, sondern eine ausgewogene Lösung zu finden, die legitime, aber mitunter divergierende Anforderungen miteinander in Einklang bringt: den Wunsch der Bürger, Räume zurückzugewinnen und die Beziehung zur Uferpromenade zu verbessern, die Notwendigkeit der Schifffahrtsbranche, drei voll funktionsfähige Betriebsbereiche aufrechtzuerhalten, sowie die Forderung der Industrie nach angemessenen Bedingungen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend anspruchsvollen Umfeld zu bewahren.

 

Zur MARPOL-Abfallbehandlungsanlage

Im Zusammenhang mit dem ebenfalls während der Sitzung erörterten Teilprojekt zur Vorbehandlungsanlage für Schiffsabfälle (MARPOL-Anhang I) möchte die APB eine ausdrückliche Klarstellung vornehmen.

 

Die geplante neue Anlage wird nur wenige Meter von dem Bereich entfernt liegen, in dem sich derzeit die beiden Aufbereitungsanlagen befinden, die im Hafen von Palma genutzt werden. In diesem Sinne stellt die neue Anlage eine erhebliche Verbesserung gegenüber der derzeitigen Situation dar, die durch veraltete, abgeschriebene Infrastrukturen mit technischen und ökologischen Einschränkungen gekennzeichnet ist. Die neue Anlage wird Folgendes ermöglichen:

 

-Die strikte Einhaltung der internationalen, europäischen und nationalen Vorschriften zur Annahme und Behandlung von Schiffsabfällen.

 

-Die vollständige Behandlung der Abfälle direkt im Hafen durchzuführen, wodurch deren Transport auf das Festland vermieden wird. Dies führt zu einer Verringerung von Emissionen, Risiken und Logistikkosten.

 

-Eine deutliche Steigerung der Effizienz des Prozesses und dabei weitaus höhere Wasserrückgewinnungsraten als bisher zu erreichen (von derzeit 40 % reinem Wasser auf 91 %, die mit der neuen Anlage zurückgewonnen werden können). 

Instalación MARPOL puerto de Palma

 

-Die Umweltbelastung durch fortschrittliche Technologien, Kontrollsysteme und Maßnahmen zum Schutz des Bodens und des Grundwassers zu minimieren.

 

-Verbesserung der visuellen und funktionalen Einbindung der Anlage in das Hafenumfeld, um sie an die Standards eines Hafens des 21. Jahrhunderts anzupassen (von der derzeitigen Höhe der Silos von 12 Metern auf 10 Meter bei den künftigen Silos, die so gestaltet und lackiert werden, dass sie sich in die Umgebung einfügen).

Instalación MARPOL puerto de Palma

Darüber hinaus handelt es sich um eine für die APB gemäß internationalen und nationalen Vorschriften verpflichtende Maßnahme sowie um eine unverzichtbare Maßnahme zur Gewährleistung eines verantwortungsvollen Umweltmanagements in einem besonders sensiblen Umfeld wie dem Mittelmeerraum.

 

Aus all diesen Gründen ist die APB der Ansicht, dass dieses Projekt, das im März 2026 vom Verwaltungsrat einstimmig genehmigt wurde, nicht nur einer rechtlichen und betrieblichen Notwendigkeit entspricht, sondern auch eine Schlüsselmaßnahme darstellt, um ein nachhaltigeres, sichereres und effizienteres Hafenmodell zu erreichen.

 

In diesem Sinne bekräftigt die Hafenbehörde der Balearen ihr Bekenntnis zu Dialog, Transparenz und dem Allgemeinwohl. Sie wird weiterhin daran arbeiten, ein Projekt zu entwickeln, das auf der Grundlage von Ausgewogenheit und technischer Sorgfalt den Bedürfnissen der balearischen Gesellschaft in weitem Maße gerecht wird.

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