Die APB fördert die ganzheitliche Umgestaltung des Hafens von Palma mit einem ehrgeizigen Sanierungsprojekt

Ein neues Hafenmodell, das in Palma Nachhaltigkeit, Innovation und die Integration von Hafen und Stadt fördert

Palma

19/12/2025
  • Hafen-Stadt
  • Technologie und Innovation
  • Verkehr und Infrastruktur
  • Sozioökonomische Entwicklung

Die Hafenbehörde der Balearen (APB) veröffentlicht die Ausschreibungsunterlagen für den Masterplan für die Integration von Hafen und Stadt im Hafen von Palma, ein ambitioniertes Projekt, das die Erscheinungsform und Funktion des Hafens grundlegend verändern und ihn zu einem wichtigen Motor für die wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung der Insel machen wird. Die Umgestaltung, die sich über eine Fläche von 400.000 Quadratmetern erstrecken wird, entstand aus einer soliden, gemeinsamen und breit abgestimmten Vision, die aus einem intensiven Dialogprozess mit mehr als 60 wirtschaftlichen, sozialen, institutionellen und bürgerlichen Interessengruppen hervorgegangen ist.

 

Die Neugestaltung des Hafens von Palma, deren Ziel es ist, ein neues Hafenmodell zu schaffen, das sich fließend in die Stadt einfügt, die Nachhaltigkeit fördert und die Lebensqualität der Bürger verbessert, stützt sich auf vier grundlegende strategische Leitlinien. Die erste von ihnen, nämlich die Diversifizierung des Güter- und Personenverkehrs, dient der Optimierung des Hafenverkehrs und gewährleistet dessen korrekte Synchronisierung mit der Logistikkette. Die APB verwaltet jährlich etwa 18 Millionen Tonnen Fracht und rund 7 Millionen Passagiere im Linienverkehr im Hafen von Palma, was für die Versorgung und Verkehrsanbindung der Balearen von entscheidender Bedeutung ist. Diese Maßnahmen werden sich in erster Linie auf den Westdamm, den Westkai und die Handelskais konzentrieren.

 

Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Konzentration der Schifffahrtsindustrie, um den Hafen als Referenzpunkt in diesem Sektor zu stärken, wobei der Westkai als Dreh- und Angelpunkt der industriellen Schifffahrtstätigkeit dient. Dieser Sektor vereint etwa 800 Unternehmen, erzielt einen Jahresumsatz von 1,1 Milliarden Euro und bietet rund 5.000 Menschen einen Arbeitsplatz. Somit hat er sich zu einem der wichtigsten Wirtschaftsmotoren des Hafens entwickelt.

 

Am Kai von Poniente soll der Kreuzfahrtbetrieb zentralisiert werden. Mit über 2 Millionen Passagieren und rund 500 Anlaufhäfen pro Jahr rüstet sich der Hafen von Palma dafür, sowohl Touristen als auch Einwohnern ein noch angenehmeres und stressfreieres Erlebnis zu bieten.

 

Die Integration von Hafen und Stadt bildet einen weiteren Grundpfeiler dieses Projekts. Die Handelskais, der Alte Kai und der Gegenkai-Mollet sollen so umgebaut werden, dass sie für alle zugänglich sind, um die öffentliche und zivile Nutzung der Hafenumgebung zu fördern. Das Gebiet wird großzügige Grünflächen, Erholungsgebiete und Plätze für soziale, kulturelle und pädagogische Aktivitäten umfassen. Hervorzuheben ist in dieser Hinsicht der Umzug des Berufsbildungszentrums für Seefahrt und Fischerei, wodurch die Zahl der Ausbildungsplätze erheblich erhöht und der Ausbildungsbedarf gedeckt werden kann, der aktuell das bestehende Angebot um das Fünffache übersteigt. Außerdem ist ein zweites Gebäude für Hochschulabschlüsse reserviert. Das Projekt sieht auch die neue städtische Segel- und Kanuschule vor, eine in Palma bislang einzigartige Einrichtung, die als Bildungs- und Sportzentrum mit einem Hochleistungszentrum konzipiert ist.

 

Das Projekt setzt auch einen starken Schwerpunkt auf Innovation und Wissen. An den Handelskais und am Alten Kai werden Einrichtungen wie der Hauptsitz des Ozeanografischen Zentrums der Balearen, der bereits in Betrieb genommene neue Hauptsitz des SOCIB, ein Gebäude für nautische Innovationen namens Sand Box und ein Zentrum für Wissenstransfer errichtet.

 

Im Hinblick auf das Kulturerbe sieht das Projekt die Restaurierung der historischen Promenade La Riba vor, die 1965 abgerissen wurde, sowie die Stein-für-Stein-Verlegung des Leuchtturms La Riba an seinen neuen Standpunkt am Ende der Promenade, um das historische Erbe des Hafens zu erhalten und der Stadt einen wesentlichen Teil ihrer Identität zurückzugeben. 

 

Der gesamte Bereich wird über Gemeinschaftsräume für Freizeitaktivitäten im Freien, großzügige Grünflächen und Freiflächen für die Bürger verfügen. Bei der Neugestaltung des Hafens von Palma stehen Kriterien wie Nachhaltigkeit, effiziente Mobilität, Schutz der Wasseroberfläche und Anbindung an weitere städtische Gebiete im Vordergrund, um ein Modell eines grünen Hafens zu schaffen, der voll und ganz in die Stadt integriert ist.

 

Die Ausschreibung für das Projekt startet heute mit der Veröffentlichung der Ausschreibungsunterlagen auf der staatlichen Ausschreibungsplattform und im Amtsblatt der Europäischen Union (AEU). Aus diesen werden fünf Kandidaten ausgewählt, die ein technisches und wirtschaftliches Vorprojekt ausarbeiten, mit dem Ziel, das endgültige Vorprojekt vor Sommer 2026 fertigzustellen.

 

Die Umgestaltung hat bereits begonnen

Die Umgestaltung des Hafens von Palma hat schon mit verschiedenen Maßnahmen begonnen, mit denen diese Neugestaltung eingeläutet wurde: die Neugestaltung der Strandpromenade, die Modernisierung der Anlagen des Club de Mar, die Errichtung eines neuen Industriegebiets am Westkai und die Sanierung der Anlagen der Hafenbehörde der Balearen. Auch die Ausarbeitung des Entwurfs für das neue Schifffahrtsmuseum von Mallorca und die Umgestaltung des Portitxol sind bereits angelaufen.

 

Mit diesem Projekt festigt der Hafen von Palma seine Position als Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit und Innovation und trägt zur Entwicklung der Stadt und der Insel insgesamt bei.

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