Die APB verlegt ihre Arbeiten um einen Tag vor und beginnt mit den Bergungsarbeiten an der im Hafen von Ibiza gesunkenen Yacht
Das Schiff wurde zum Botafoc-Dock verlegt und wird morgen aus dem Wasser geholt und auf Land gesetzt
Eivissa
16/04/2026- Umwelt und Verantwortung der Unternehmen
- Verkehr und Infrastruktur
Die Hafenbehörde der Balearen (APB) ist dem Zeitplan einen Tag voraus und hat am heutigen Tag mit den Bergungsarbeiten an der Yacht begonnen, die vor der Hafeneinfahrt von Ibiza gesunken ist. Diese Maßnahme hat es ermöglicht, das Schiff, das sich aktuell etwa zehn Meter unter dem Meeresspiegel befindet, bis zum Fuß des Botafoc-Docks zu transportieren.
Der von der APB koordinierte Einsatz geht damit in eine entscheidende Phase über. Morgen soll die Yacht gehoben werden, das heißt, das Schiff wird aus dem Wasser gehoben und an Land gebracht. Diese Maßnahme ermöglicht es, in einem nächsten Schritt mit der Abfallbehandlung und den Aufräumarbeiten zu beginnen.
Der Präsident der APB, Javier Sanz, und der Direktor, Toni Ginard, haben heute gemeinsam mit dem Kapitän der Seeschifffahrt von Ibiza, Luis Gascón, den Kai von Botafoc aufgesucht, um sich vor Ort über den Fortschritt der Arbeiten zu informieren.
Heute durchgeführte Maßnahme
Im Laufe des Tages schleppte ein Schiff das Wrack zum Kai, ein weiteres folgte der Route mit einer Absorptionsbarriere, um eventuelle flüssige und feste Rückstände aufzufangen.
Sobald das Schiff im Hafen angekommen war, wurden neue Ölsperren rund um das Schiff ausgefahren, sodass ein doppeltes System aus absorbierenden und schwimmenden Sperren entstand, um in den folgenden Phasen des Einsatzes einen maximalen Schutz der Meeresumwelt zu gewährleisten.
Reinigungsarbeiten und Beseitigung von Schadstoffen
Parallel zum Bergungsvorgang führen Spezialteams die Sanierungsarbeiten am Schiff fort. Seit Montag wurden durch Taucher insgesamt 900 Liter verschmutzte Flüssigkeiten aus dem Inneren der Yacht abgepumpt.
Darüber hinaus wurden in den vergangenen Tagen 900 kg feste Abfälle entsorgt. Zu dieser Menge kommen die heute durchgeführten Arbeiten hinzu, bei denen zusätzlich drei Säcke zu je 250 kg abtransportiert wurden. Insgesamt wurden bislang 1.650 kg feste Rückstände beseitigt, wodurch das Kontaminationsrisiko erheblich verringert wurde.
Alle gesammelten Abfälle werden für eine korrekte Entsorgung zu einer zugelassenen Aufbereitungsanlage transportiert.
Nach Abschluss der Bergungsarbeiten und der Überführung des Schiffes an Land wird eine etwa eine Woche dauernde Untersuchungs- und Gutachterphase beginnen, um die Unfallursachen zu klären.
Die APB behält sämtliche Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen bei, um eine sichere, effiziente und die Meeresumwelt schonende Durchführung dieses technisch hochkomplexen Einsatzes zu gewährleisten, der wie geplant fortgesetzt wird.

