Hubs für grünen Wasserstoff: Antwerpen-Brügge ist führend bei der Dekarbonisierung Europas

Der zweitgrößte Hafen Europas entwickelt sich zu einem riesigen Energieerzeugungs- und Verteilungszentrum, um den Kontinent mit sauberer Energie zu versorgen

Palma

18/02/2026
  • Energía
  • Industrial
  • Medio Ambiente

Der Hafen von Antwerpen-Brügge hat seine Position als führender „Hydrogen Hub“ in Westeuropa mit der Inbetriebnahme einer noch nie dagewesenen Elektrolyse-Infrastruktur im industriellen Maßstab gefestigt. Das Projekt, welches in die Hydrogen HyPort-Strategie integriert ist, nutzt Protonenaustauschmembran-Elektrolyseure (PEM) mit einer Leistung von 100 Megawatt, um jährlich bis zu 12.500 Tonnen grünen Wasserstoff zu produzieren, der ausschließlich aus Windenergie aus der Nordsee gespeist wird. Diese Anlage ist nicht auf die isolierte Produktion beschränkt, sondern an ein „offenes” Rohrleitungsnetz angeschlossen, das über das gesamte Hafengelände verläuft und eine direkte Versorgung sowohl von mit Ammoniak betriebenen Schiffen als auch von der chemischen Schwerindustrie im Hinterland ermöglicht, sodass die mit dem Transport auf der Straße verbundenen Energieverluste entfallen.

 

Die Relevanz dieses internationalen Modells basiert auf seiner Fähigkeit, ein Ökosystem der Kreiswirtschaft zu schaffen, in dem die Hafenbehörde hauptsächlich für die Steuerung der Energie- und Kohlenstoffströme zuständig ist. Antwerpen-Brügge treibt die Umsetzung der Infrastruktur Antwerp@C voran, die dazu dient, industrielles CO2 zu erfassen, zu verflüssigen und in ehemaligen Gasfeldern unter dem Meeresboden zu speichern, um die Emissionen des Hafens bis zum Ende des Jahrzehnts um 50 % zu reduzieren. Zudem dient der Hafen als lebendes Labor zum chemischen Recycling komplexer Kunststoffe, die durch Pyrolyse zu Ausgangsstoffen für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) und Biokraftstoffe für die Schifffahrt verarbeitet werden. Diese ganzheitliche Perspektive ermöglicht es der Hafenbehörde, ihr Geschäftsmodell grundlegend zu diversifizieren und von einem Grundstücksvermieter zu einem neutralen Energieproduktions- und Zertifizierungsknotenpunkt zu werden.

 

Für die APB spielt die Überwachung dieser Projekte eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des Fahrplans für die Energiewende in Inselregionen, in denen Energieautarkie und Meeresschutz zwei Seiten derselben Medaille sind.

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